Einheiten & Fachbegriffe

Rund um das Thema Licht stößt man schnell auf eine Vielzahl an Fachbegriffen. PIXLIP bietet einen kleinen Überblick über die wichtigsten Begriffe, Einheiten und Größenangaben der Lichttechnik.

Leuchtdichte (cd/m²)

Die Leuchtdichte beschreibt den Helligkeitseindruck, der von einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche ausgeht – gemessen in Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Sie setzt die Lichtstärke ins Verhältnis zur sichtbaren Fläche der Lichtquelle.

Besonderheit bei textilen Lightboxes: Anders als matte Oberflächen reflektieren lichtdurchlässige Textilien das Licht nicht – sie transmittieren es. Die resultierende Leuchtdichte ergibt sich daher aus der Beleuchtungsstärke (Candela) multipliziert mit dem Transmissionsgrad des Gewebes. Dieser Wert bestimmt, wie gleichmäßig und brillant Dein Motiv von innen heraus leuchtet.

Lichtstrom (lm)

Der Lichtstrom gibt die gesamte von einer Lichtquelle abgestrahlte Lichtleistung an – gemessen in Lumen (lm). Im Unterschied zur Leistungsangabe in Watt berücksichtigt der Lichtstrom die spektrale Empfindlichkeit des menschlichen Auges und beschreibt damit, wie viel Licht tatsächlich wahrgenommen wird.

Ein höherer Lichtstrom bedeutet mehr wahrnehmbare Helligkeit – entscheidend für die gleichmäßige Ausleuchtung großformatiger Displays und Lightbox-Systeme.

Lichtstärke (cd)

Die Lichtstärke beschreibt, wie viel Lichtstrom eine Quelle in eine bestimmte Richtung abstrahlt – gemessen in Candela (cd). Als Basisgröße der Lichttechnik (SI-Einheit) werden alle weiteren photometrischen Kennwerte von ihr abgeleitet.

Für gerichtete Anwendungen wie Spots oder fokussierte Displaybeleuchtung ist die Lichtstärke relevanter als der Gesamtlichtstrom, da sie die tatsächliche Intensität in der gewünschten Abstrahlrichtung beschreibt.

Lichtausbeute (lm/W)

Die Lichtausbeute gibt an, wie viele Lumen eine Lichtquelle pro aufgewendetem Watt erzeugt (lm/W). Sie ist das zentrale Maß für die Energieeffizienz: Je höher der Wert, desto mehr sichtbares Licht entsteht bei gleichem Stromverbrauch.

Moderne LED-Systeme erreichen Werte von 100–200 lm/W – im Vergleich zu klassischen Leuchtstoffröhren (60–100 lm/W) ein erheblicher Effizienzgewinn. Für dauerhaft betriebene Messeaufbauten und Retail-Displays macht dieser Unterschied im Jahresverbrauch deutlich spürbar.

Lichtdauer / Lebensdauer (h)

Die Lebensdauer eines Leuchtmittels wird als L70B50-Wert angegeben: der Zeitpunkt, zu dem 50 % der Einheiten auf unter 70 % der ursprünglichen Helligkeit abgefallen sind. Angegeben wird sie in Betriebsstunden (h).

Hochwertige LED-Systeme erreichen 50.000 h und mehr – bei 12 Stunden täglichem Betrieb entspricht das über 11 Jahren. Eine längere Lebensdauer reduziert Austausch- und Wartungskosten und ist damit ein relevanter Faktor bei der Gesamtkostenbetrachtung (TCO) Deiner Displayinstallationen.

Beleuchtungsstärke (lx)

Die Beleuchtungsstärke beschreibt, wie viel Lichtstrom auf eine Fläche trifft – gemessen in Lux (lx), wobei 1 lx = 1 lm/m². Sie ist standortabhängig: An jedem Punkt einer Fläche kann sie gemessen werden, nimmt aber mit wachsendem Abstand zur Lichtquelle quadratisch ab (Abstandsgesetz).

Für die Praxis: Gleichmäßige Beleuchtungsstärke über die gesamte Displayfläche ist das Ziel jeder professionellen Lightbox-Konstruktion – Hotspots und dunkle Randbereiche entstehen, wenn Leuchtmittelabstand und Diffusor nicht aufeinander abgestimmt sind.

Einheiten & Fachbegriffe

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LED – Grundprinzip

Die LED (Light Emitting Diode) ist ein Halbleiterbauelement, das elektrische Energie direkt in Licht umwandelt – ohne Umweg über Hitze wie bei der Glühbirne. Fließt Strom durch die Diode, rekombinieren Elektronen und Defektelektronen an der Halbleitergrenzschicht und geben dabei Photonen ab.

Die Lichtfarbe hängt vom verwendeten Halbleitermaterial ab. Weißes LED-Licht wird heute überwiegend durch blaue LEDs mit Gelb-Phosphor-Konverter erzeugt – oder durch die Kombination von roten, grünen und blauen Chips (RGB). RGB-LEDs ermöglichen dabei über 16 Millionen Farbkombinationen und sind die Grundlage für dynamische Lichtinstallationen und farbwechselnde Displays.

LED-Technologie im Vormarsch

LEDs haben sich in weniger als zwei Jahrzehnten zur dominierenden Beleuchtungstechnik entwickelt – nicht durch Regulierung allein, sondern durch überlegene Leistungsdaten. Die EU hat den Verkauf von Glühbirnen schrittweise bis 2023 vollständig verboten; Halogenlampen folgten 2018.

Für Architekten, Lichtplaner und Display-Hersteller ist LED heute die Standardtechnologie – insbesondere wegen der Kombination aus Energieeffizienz, Langlebigkeit, Dimmbarkeit und der Möglichkeit zur Integration in Lichtmanagementsysteme.

Marktführerschaft

Die LED hat sich als Standard in der modernen Beleuchtungstechnik etabliert. Im Fokus der Weiterentwicklung stehen heute vor allem drei Bereiche:

Intelligente Steuerung: Systeme wie DALI 2 oder Bluetooth Mesh ermöglichen tageslichtabhängige Regelung und circadiane Lichtsteuerung – also die Anpassung an den biologischen Rhythmus des Menschen.

Kompaktheit: Miniaturisierte LED-Chips (COB, SMD) erlauben flachere Bauformen und gleichmäßigere Ausleuchtung – relevant für ultradünne Lightbox-Systeme.

Effizienz: Spitzenwerte von über 200 lm/W werden in Labors bereits erreicht; kommerzielle Produkte liegen aktuell bei 130–180 lm/W (Stand 2024).

Lichtgestaltung

LEDs bieten Lichtplanern und Display-Designern eine Kombination aus Flexibilität und Präzision, die kein anderes Leuchtmittel erreicht.

Lichtqualität: Hochwertige LEDs erreichen Farbwiedergabeindizes von Ra ≥ 95 und Lichtausbeuten bis 180 lm/W. Die punktförmige Lichtquelle ermöglicht gezielte Strahlführung – durch Linsen, Reflektoren oder Diffusoren lässt sich das Licht präzise formen, ohne zu blenden. Farbtemperaturen von 2.700 K (warmweiß) bis 6.500 K (tageslichtweiß) decken das gesamte Spektrum visueller Anforderungen ab.

Lichtsteuerung: Als elektronisches Bauteil sind LEDs stufenlos dimmbar und verzögerungsfrei schaltbar. Sie lassen sich nahtlos in DALI-, KNX- oder Smart-Home-Systeme integrieren. Das ermöglicht bewegungsabhängige Aktivierung, Szenensteuerung und dynamische Lichtverläufe – ohne Qualitätsverlust bei niedrigen Dimmwerten.

Wirtschaftlichkeit

Die wirtschaftlichen Vorteile der LED gegenüber konventionellen Leuchtmitteln sind heute gut dokumentiert.

Lebensdauer: Professionelle LED-Module erreichen L70B50-Werte von 50.000 Stunden und mehr. Bei 12 Stunden täglichem Betrieb entspricht das über 11 Jahren – mit nahezu keinen Wartungsunterbrechungen. Nach 50.000 Stunden liegt die verbleibende Helligkeit noch bei mindestens 70 % des Ausgangswerts.

Energieeffizienz: Im Vergleich zur Glühbirne verbraucht eine LED bei gleicher Lichtleistung ca. 80–90 % weniger Strom. Gegenüber Leuchtstoffröhren liegt die Einsparung typischerweise bei 40–60 %. Mit Lichtausbeuten von 110–180 lm/W (je nach Produkt) ist LED heute die effizienteste verfügbare Lichtquelle im Massenmarkt.

Betriebskosten: Da keine Verschleißteile wie Starter oder Vorschaltgeräte benötigt werden und Lampenausfälle die seltene Ausnahme sind, entfallen Wartungskosten weitgehend – ein erheblicher Vorteil bei schwer zugänglichen Installationen oder dauerhaft betriebenen Display-Systemen.

Nachhaltigkeit

Lichtemission: Das Spektrum der LED beschränkt sich auf den sichtbaren Bereich (380–780 nm). Es werden keine UV- oder Infrarotstrahlen in relevanter Menge emittiert – das schützt lichtempfindliche Materialien wie Kunststoffe, Textilien und Druckfarben vor Ausbleichen. Für Deine textilen Lightboxes mit hochwertigen Druckmotiven ist das ein praxisrelevanter Vorteil.

Recycling: LEDs enthalten kein Quecksilber – im Gegensatz zu Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen, die als Sondermüll entsorgt werden müssen. Du kannst sie über den normalen Elektroschrott-Kreislauf (ElektroG) zurückführen.

CO₂-Bilanz: Der deutlich reduzierte Strombedarf wirkt sich direkt auf die Betriebsemissionen aus. Bei einem typischen 10-Lightbox-Setup über 5 Jahre Betrieb kann die Stromeinsparung gegenüber Leuchtstoffröhren mehrere Tonnen CO₂-Äquivalente betragen – je nach Strommix.

Licht & Stimmung

Das menschliche Auge unterscheidet nicht nur hell und dunkel. Unsere Wahrnehmung wird auch durch die Lichtfarbe bestimmt: Während warmweißes Licht als gemütlich empfunden wird, wirkt neutrales Weiß eher kühl und sachlich.

Wahrnehmung & Licht

Licht ist der entscheidende Faktor für visuelle Wahrnehmung – und damit für die Wirkung jedes Displays, jeder Messeinstallation und jedes Retail-Environments. Ohne ausreichende Beleuchtung verliert selbst das hochwertigste Druckmotiv seine Wirkung: Kontraste flachen ab, Farben wirken stumpf, Details verschwinden.

Genau hier liegt der Kernvorteil hinterleuchteter Lightbox-Systeme: Das Motiv leuchtet von innen heraus, ist aktiv wahrnehmbar – auch bei hellem Umgebungslicht auf Messen oder in Schaufenstern. Das menschliche Auge reagiert stärker auf selbst leuchtende Flächen als auf reflektive – ein Effekt, den die Werbepsychologie seit Jahrzehnten gezielt nutzt.

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe beschreibt die Eigenfarbe des Lichts einer Lichtquelle – also ob sie eher gelblich-warm oder kühl-bläulich wirkt. Gemessen wird sie in Kelvin (K) anhand der sogenannten Farbtemperatur.

Als physikalischer Referenzwert gilt der Planck'sche Strahler (auch: schwarzer Körper) – ein idealisiertes Objekt, das kein Licht reflektiert, sondern es beim Erhitzen selbst emittiert. Die dabei durchlaufene Farbskala – von Rot über Orange und Gelb bis zu Weiß und schließlich Hellblau – definiert die Kelvin-Skala. Je höher die Temperatur, desto kühler und blauer das Licht.

Für Lightbox-Systeme und Displaybeleuchtung ist die richtige Lichtfarbe entscheidend: Sie beeinflusst, wie Druckfarben wahrgenommen werden, wie natürlich Hauttöne wirken und ob ein Messestand einladend oder steril wirkt.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur wird in drei praxisrelevante Bereiche eingeteilt:

Warmweiß (< 3.300 K)
Gelblich-warmes Licht, das an Kerzenschein oder Sonnenuntergang erinnert. Wirkt einladend und gemütlich – bevorzugt im Retail, in der Gastronomie und bei emotionalen Markenpräsentationen. Für Lightboxes mit warmen Bildwelten (Lifestyle, Food, Interior) die richtige Wahl.

Neutralweiß (3.300–5.300 K)
Ausgewogenes, sachliches Licht ohne dominante Farbwirkung. Eignet sich für Arbeitsumgebungen, Messen und technische Präsentationen, bei denen Farbgenauigkeit wichtiger ist als Atmosphäre.

Tageslichtweiß (> 5.300 K)
Kühles, bläulich-weißes Licht, das natürlichem Tageslicht entspricht. Fördert Aufmerksamkeit und Konzentrationsbereitschaft (gut belegt durch Forschung zu circadianem Licht, u. a. Cajochen et al., 2000). Für Displays geeignet, bei denen maximale Helligkeit und Farbbrillanz im Vordergrund stehen.